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Das Ernährungsteam der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH

„Ernährung ist auch Medizin“
Vorstellung Logo Ernaehrungsteamdes Ernährungsteams der Klinik für Innere Medizin 2 des KKH Greiz

In den letzten Jahren setzte sich die Überzeugung durch, dass Ernährung nicht nur ein Grundbedürfnis ist. Richtig gewählt, können wir beim kranken Menschen Genesung befördern, auch die Krankenhausverweildauer oder –wiederaufnahmerate senken und sogar die Sterblichkeit vermindern.

Mit dem Ziel, die Ernährung unserer Patienten gemäß dem aktuellen medizinischen Standard und der individuellen Situation sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern, haben wir im Rahmen der Gestaltung des klinische Schwerpunktes „Ernährungsmedizin“ ein interdisziplinäres Ernährungsteam an der KKH Greiz GmbH gegründet.

Das Ernährungsteam der KKH Greiz

Teammitglieder:

  • Dr. med. Peter Gottschalk, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2, FA Innere Medizin / Gastroenterologie / Ernährungsmedizin
  • Dr. med. Andreas Mencz , Oberarzt der Klinik für Innere Medizin 2, FA Innere Medizin / Diabetologie
  • Dipl. troph. Sandra Gottschalk, Ernährungswissenschaftlerin, Ernährungsberaterin der DGE
  • Schw. Sylke Schlehahn, Zertifizierte Diabetesberaterin (DDG), Ganzheitliche Ernährungsberaterin
  • Schw. Sabine Tüshaus, Zertifizierte Schwester für Wundmanagement, PEG-Pflege/Komplikationsmanagement/Enterale und parenterale Heimernährung
  • Susen Gerstner (Klinik für Innere Medizin 2, Bereich Onkologie), Krankenpflegehelferin, Diätassistentin
  • Heike Golle (Klinik für Unfallchirurgie/Orthopädie), Krankenpflegehelferin, Diätassistentin
  • Frau Kunze, Apothekerin, Krankenhausapotheke
  • Frau Kuppe, Leitende Diätassistenten der Cateringfirma Medirest

Wir betreuen Patienten bei verschiedensten speziellen Ernährungsproblemen - insbesondere aufgrund von onkologischen, geriatrischen, gastroenterologischen oder stoffwechselbedingten Erkrankungen.

z.B. Patienten mit Tumorerkrankungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Kurzdarmsyndrom, Milchzucker- bzw. Fruchtzuckerintoleranz, Diabetes mellitus, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Zustand nach großen operativen Eingriffen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Galle und der Leber oder individuellen Stoffwechselstörungen.

Ein Schwerpunkt ist die Erfassung und ernährungsmedizinische Behandlung von Patienten mit Mangelernährung und einem Ernährungsrisiko schon ab dem Zeitpunkt der Aufnahme.

Die frühen Folgen einer Mangelernährung sind oft unspezifisch – Müdigkeit, körperliche Schwäche, Kopfschmerzen o.ä.
Ein erhöhtes Risiko findet sich bei alten Menschen, Patienten mit mehreren / schweren Erkrankungen (> 5 verschiedene Medikamente / Tag) und Tumorpatienten.
Nach einer großen Studien unter Federführung der Charite Berlin sind bis zu 30% der Patienten, die in deutschen Krankenhäusern aufgenommen werden mangelernährt oder haben ein Ernährungsrisiko – v.a. geriatrische (>50%) und auch Tumorpatienten und Patienten mit gastroenterologischen Erkrankungen.

Deswegen werden alle Patienten bei Aufnahme in das Kreiskrankenhaus Greiz auf das Vorliegen eines Ernährungsrisikos gescreent (nach dem Score „NRS 2002“).

Alle Patienten mit einem deutlichem Risiko (ab 4 Punkten) – werden durch das Ernährungsteam konsiliarisch betreut – inkl. Erhebung einer speziellen Ernährungsanamnese, Schulung, Erstellung spezieller Diätpläne, Monitoring mit z.B. mit Tellerprotokollen, Bioelektrische Impedenzanalyse (BIA).
Wenn erforderlich erolgt eine weiterführende gastroenterologische Diagnostik (H2-Atemteste, Xylose-Test, Stuhldiagnostik etc.) und durch endoskopische Untersuchungen (Gastroskopie, Kapselendoskopie, Einmal-Ballonenteroskopie, Koloskopie, Endosonographie mit Probenentnahme).

Besonders wichtig ist die individuelle Beratung und Schulung von Patienten und Angehörigen während des stationären Aufenthaltes. Auf Wunsch oder bei Bedarf wird eine ambulante Beratung vermittelt.

Speisen

Für Patienten mit Mangelernährung wurde eine neue Kostform „Angereicherte Kost“ in Zusammenarbeit mit der Firma Medirest eingeführt. Neben energieangereicherten Hauptmahlzeiten ist es möglich, zusätzlich aus 5 verschiedenen Bausteinen eine oder mehrere Zwischenmahlzeiten auszuwählen (angereicherte Suppen; hochkalorische pikante oder süße Eiweißshakes; angereicherter Quark, Joghurt oder Fruchtbrei; Zugaben von Kuchen oder Sahneschnitten).

Außerdem stehen uns hochkalorische Trinknahrung aus industrieller Fertigung und im Einzelfall auch eine Zusatz- oder ausschließliche Ernährung über Sonden oder intravenöse Katheter zur Verfügung.


Essen ist nicht nur ein Grundbedürfnis. Eine den Bedürfnissen und Risiken des
kranken Menschen angepasste Ernährung und Diätberatung ist auch Medizin.